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Shopify-Shop erstellen lassen: Was kostet das wirklich?

13. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit · Raumnull-Team

Illustration zum Artikel „Shopify-Shop erstellen lassen: Was kostet das wirklich?“

Eine feste Summe für einen Shopify-Shop gibt es nicht. Der Preis setzt sich aus wenigen klaren Bausteinen zusammen: Shopify-Tarif, Theme, Design, Entwicklung, Content, Migration, Apps und laufende Kosten. In diesem Artikel bekommst du keine pauschalen Eurobeträge. Du bekommst eine Aufschlüsselung, mit der du dein eigenes Projekt einschätzen, versteckte Posten erkennen und Angebote ehrlich vergleichen kannst.

Woraus setzen sich die Kosten zusammen, wenn du einen Shopify-Shop erstellen lässt?

Trenne zuerst zwei Arten von Kosten: einmalige Projektkosten für den Aufbau und laufende Kosten für den Betrieb. Viele Angebote zeigen nur die erste Gruppe. Für deine Kalkulation zählen beide.

Shopify-Tarif

Der Tarif ist ein laufender Posten, den du direkt an Shopify zahlst, nicht an die Agentur. Die aktuellen Tarife und Konditionen prüfst du am besten selbst auf der Preisseite von Shopify*, weil sie sich ändern können. Wähle den Tarif nach deinem heutigen Bedarf. Ein Wechsel ist später möglich, du musst nicht für Funktionen zahlen, die du erst in einigen Jahren brauchst.

Theme

Das Theme ist das Grundgerüst deines Shops. Du hast drei Wege: ein kostenloses Theme, ein gekauftes Theme aus dem Theme Store oder ein individuell entwickeltes Theme. Der Kaufpreis eines Themes ist selten der große Posten. Teuer wird die Anpassung. Je weiter dein Wunschergebnis vom Original entfernt ist, desto mehr Entwicklungszeit fließt hinein.

Design

Hier geht es nicht nur um Farben und Schriften. Gutes Design legt fest, wie Startseite, Kollektionen, Produktseiten und Warenkorb aufgebaut sind und welche Aufgabe jedes Element hat. Den Preis treiben vor allem die Zahl der individuell gestalteten Seitentypen und die Zahl der Abstimmungsrunden.

Entwicklung

Entwicklung umfasst die technische Umsetzung des Designs und alles, was das Theme nicht von Haus aus kann. Typische Preistreiber sind Produktkonfiguratoren, Bundles, B2B-Preise, mehrere Sprachen und Märkte sowie Anbindungen an Warenwirtschaft, Versanddienstleister oder Buchhaltung.

Content

Produkttexte, Bilder, Kategorietexte, Über-uns-Seite und Rechtstexte. Ob dieser Block teuer wird, hängt fast nur davon ab, ob die Inhalte schon existieren oder neu entstehen müssen.

Migration

Wenn du von einem anderen System wechselst, müssen Produkte, Kunden und Bestellungen umziehen. Dazu kommen Weiterleitungen von alten auf neue URLs, damit Suchmaschinen deine Seiten weiter finden. Den Aufwand bestimmen die Datenmenge, die Qualität der vorhandenen Daten und die Zahl der Produktvarianten.

Apps

Apps lösen Funktionen schnell, kosten aber meist monatlich. Jede App ist ein kleiner laufender Vertrag und oft zusätzlicher Code, der die Seite langsamer machen kann.

Drei typische Projektarten und was ihren Preis treibt

Die folgenden Beispiele sind keine Kundenfälle, sondern Muster, die bei kleinen und mittleren Marken häufig vorkommen. Sie zeigen, welche Kostenblöcke jeweils dominieren.

Neustart mit kleinem Sortiment. Du startest mit wenigen Produkten und hast noch keinen Shop. Ein gut angepasstes Standard-Theme reicht hier fast immer. Die größten Posten sind Design-Anpassung und Content. Migration fällt weg. Der häufigste Fehler in dieser Phase ist zu viel Individualentwicklung, bevor klar ist, was Kunden wirklich kaufen.

Wechsel von einem anderen System. Du hast einen laufenden Shop auf einer anderen Plattform, Bestandskunden und Rankings bei Google. Hier wird die Migration zum zentralen Block: Daten bereinigen, umziehen, Weiterleitungen anlegen, alles testen. Design und Entwicklung können oft schlanker ausfallen, weil Sortiment und Abläufe bereits bekannt sind.

Gewachsene Marke mit Sonderanforderungen. Großes Sortiment, mehrere Länder, vielleicht Großhandelskunden und eine Warenwirtschaft, die angebunden werden muss. Hier treiben Schnittstellen und individuelle Logik den Preis. Das Projekt sollte in Phasen geplant werden, damit der Shop live gehen kann, bevor jede Sonderfunktion fertig ist.

Welche Kosten tauchen in Angeboten oft nicht auf?

Diese Posten fehlen häufig oder stehen nur im Kleingedruckten:

  • Produktfotos und Texte. Viele Angebote setzen voraus, dass du alle Inhalte fertig lieferst.
  • Rechtstexte. Impressum, Datenschutz, AGB und Widerrufsbelehrung erstellt in der Regel nicht die Agentur. Plane dafür einen Rechtstext-Dienst oder eine anwaltliche Prüfung ein.
  • Summe der App-Abos. Einzeln wirken die Beträge klein. Rechne sie auf zwölf Monate hoch und addiere sie.
  • Zahlungs- und Transaktionsgebühren. Prüfe, welche Gebühren bei deinem Tarif und deinem Zahlungsanbieter anfallen.
  • Tracking und Cookie-Einwilligung. Analyse, Werbe-Pixel und ein sauberes Consent-Banner sind eigene Arbeitsschritte.
  • Betreuung nach dem Launch. Fehlerbehebung, kleine Änderungen und Theme-Updates. Frag, ob und wie lange das enthalten ist.
  • Deine eigene Zeit. Abstimmungen, Freigaben, Daten liefern, Produkte prüfen. Diese Stunden fehlen dir im Tagesgeschäft.

Wie sparst du, ohne falsch zu sparen?

Sinnvoll sparen kannst du an diesen Stellen:

  1. Standard-Theme statt Eigenentwicklung, solange dein Sortiment und deine Abläufe keine Sonderlösung brauchen.
  2. Daten selbst vorbereiten. Eine saubere Produkttabelle mit Titeln, Varianten, Preisen und Bildern spart Entwicklungszeit, die du sonst bezahlst.
  3. In Phasen planen. Erst das, was für den Verkauf nötig ist. Nice-to-have-Funktionen folgen, wenn erste Zahlen vorliegen.
  4. Weniger Apps. Prüfe bei jeder App, ob das Theme oder Shopify die Funktion schon mitbringt.

Falsch gespart ist dagegen:

  • Migration ohne Weiterleitungen. Alte Links laufen ins Leere, Rankings und Besucher gehen verloren.
  • Kein ausführlicher Test vor dem Launch. Fehler im Checkout kosten direkt Umsatz.
  • Schlechte Produktbilder. Online sind Bilder das, was der Kunde statt des Produkts in der Hand hält.
  • Funktion per App statt sauberer Lösung, wenn diese Funktion zentral für dein Geschäft ist.

Ehrlich gesagt lohnt sich ein individuell entwickeltes Design für viele kleine Marken anfangs nicht. Wenn die Nachfrage noch unklar ist, steckst du das Budget besser in gute Inhalte und ein schnelles, klares Standard-Theme.

Woran erkennst du zu teure oder zu billige Angebote?

Ein sehr niedriges Angebot ist oft ein Zeichen dafür, dass etwas fehlt. Achte auf diese Warnsignale:

  • Ein Pauschalpreis ohne Beschreibung, was genau enthalten ist.
  • Keine Aussage zu Migration, Weiterleitungen oder Tests.
  • Keine Abnahme- und Korrekturphase.
  • Keine Angabe, wer nach dem Launch ansprechbar ist.

Ein Angebot kann umgekehrt zu teuer sein, wenn es:

  • Standardfunktionen individuell entwickeln will, die Shopify oder das Theme bereits können.
  • Eine lange Liste an Leistungen enthält, ohne zu priorisieren, was für den Verkauf wirklich zählt.
  • Viele Apps einplant, deren laufende Kosten nicht ausgewiesen sind.

Vergleiche Angebote deshalb nicht über die Endsumme, sondern Posten für Posten. Lege sie nebeneinander und markiere, welcher Baustein aus diesem Artikel jeweils enthalten ist und welcher fehlt.

Welche Fragen solltest du der Agentur stellen?

  • Welche Leistungen sind enthalten und welche ausdrücklich nicht?
  • Arbeitet ihr mit einem bestehenden Theme oder entwickelt ihr individuell, und warum?
  • Welche Apps plant ihr ein und was kosten sie laufend?
  • Wie läuft die Migration ab und wer legt die Weiterleitungen an?
  • Wie wird getestet, bevor der Shop live geht?
  • Wer ist mein Ansprechpartner und bleibt das über das ganze Projekt so?
  • Was passiert nach dem Launch, und was kostet Betreuung danach?

Gute Antworten sind konkret. Ausweichende oder sehr allgemeine Antworten sind ein Hinweis, das Angebot genauer zu prüfen.

Wie kommst du zu einem belastbaren Angebot?

Ein Angebot ist nur so genau wie die Informationen, die du lieferst. Bereite diese Punkte vor, bevor du anfragst:

  1. Ausgangslage: Neustart oder Wechsel, und von welchem System.
  2. Sortiment: ungefähre Zahl der Produkte und Varianten.
  3. Pflichtfunktionen: was der Shop zum Start können muss.
  4. Wunschfunktionen: was später kommen darf.
  5. Vorhandenes Material: Logo, Bilder, Texte, Daten.
  6. Rahmen: gewünschter Zeitpunkt und ein grobes Budget.

Mit einem Budgetrahmen kann eine Agentur ehrlich sagen, was darin realistisch ist und was nicht. Ohne ihn bekommst du entweder ein überladenes oder ein lückenhaftes Angebot.

So kalkulieren wir einen Shopaufbau bei Raumnull

Wir starten mit einem Erstgespräch und erstellen danach ein individuelles Angebot mit klaren Prioritäten. Unser Team arbeitet gemeinsam am Projekt, und wir klären mit dir vorab, wer dein Ansprechpartner ist. Wie das im Detail aussieht, beschreiben wir unter So läuft ein Projekt ab.

  • Wir planen den Shop so, dass jedes Element eine klare Aufgabe hat.
  • Wir setzen auf wenige Apps, damit Seiten schnell laden und laufende Kosten überschaubar bleiben.
  • Bei einem Wechsel ziehen wir Produkte, Kunden und Bestellungen um und legen 301-Weiterleitungen an.
  • Den Fortschritt siehst du im Kunden-Dashboard, vor dem Launch wird getestet, danach messen wir und schärfen nach.

Häufige Fragen

Kann ich meinen Shopify-Shop auch selbst erstellen?

Ja. Für einen Neustart mit kleinem Sortiment ist das mit einem Standard-Theme gut machbar. Eine Agentur lohnt sich vor allem bei Migrationen, Schnittstellen, Sonderfunktionen oder wenn dir die Zeit fürs Tagesgeschäft wichtiger ist.

Wie lange dauert es, einen Shopify-Shop erstellen zu lassen?

Das hängt von denselben Faktoren ab wie der Preis: Umfang, Migration, Sonderfunktionen und wie schnell Inhalte und Freigaben vorliegen. Lass dir im Angebot einen Zeitplan mit Phasen geben, nicht nur ein Enddatum.

Brauche ich ein individuell entwickeltes Theme?

Meist nicht zum Start. Ein gut angepasstes Standard-Theme reicht für viele kleine Marken. Individuell wird es sinnvoll, wenn dein Sortiment oder deine Abläufe Funktionen brauchen, die kein Theme abbildet.

* Affiliate-Link: Eröffnest du darüber einen Shopify-Shop mit kostenpflichtigem Tarif, erhalten wir eine Provision von Shopify. Für dich ändert sich am Preis nichts.

Quellen

  1. Shopify Preise

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